Ausstellung: „Aufatmen. Die Havel erleben“


Die Fotografie-Ausstellung des Naturschutzbundes Deutschland porträtiert die Untere Havelniederung in all ihren Facetten: eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, eine verwunschene Auenlandschaft und verschlungene Flussarme. Hinzu kommen die Menschen entlang der Havel mit ihren ganz persönlichen Geschichten. 


Besichtigung der Ausstellung:

Öffnet externen Link in neuem Fenster07.01. bis 29.03.2019, Mo-Fr 8-20 Uhr (in den Ferien bis 17 Uhr) in der Regionalstelle Falkensee
29.03. bis 20.06.2019, Mo-Fr 8-20 Uhr (in den Ferien bis 17 Uhr) in der Regionalstelle Rathenow 


Informationsveranstaltungen zur Ausstellung:

Öffnet externen Link in neuem FensterMo, 11.3.2019, 18.30 Uhr, VHS in Falkensee:
- „Die Havelrenaturierung“ (Rocco Buchta, Leiter des Havel-Projektes)
- „Weißstörche und Streuobstwiese“ (Projekte des NABU-Regionalverbandes Osthavelland)

Öffnet externen Link in neuem FensterMo, 18.3.2019, 18.30 Uhr, VHS in Falkensee:
- „Schleiereulen und Turmfalken im Osthavelland“ (Projekte des NABU-Regionalverbandes Osthavelland)

Öffnet externen Link in neuem FensterMi, 10.04.2019, 18.00 Uhr, VHS in Rathenow:
- „Lust auf Zukunft“ – Ein Fluss wird wieder lebendig (Rocco Buchta, Leiter des Havel-Projektes)   


Hintergrund zum Renaturierungsprojekt

Rund 70 Kilometer westlich von Berlin liegt das ökologisch bedeutsamste und größte zusammenhängende Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas: Die Untere Havel. Mehr als 1.100 geschützte und bedrohte Arten finden hier ein Refugium.

Vor vielen Jahren war die Havel noch ein ursprünglicher Fluss: Sie durchfloss große Niederungs- und Moorgebiete und bildete im Unterlauf ein großflächiges Binnendelta. Doch der mäandrierende und über lange Strecken verzweigte Flussverlauf wurde Ende des 19. Jahrhunderts reguliert. Durch den Ausbau zur Wasserstraße und großen Entwässerungen in den Auen hat die Untere Havelniederung erheblich gelitten. Deiche und Staustufen wurden gebaut, Kanäle und Entwässerungsgräben angelegt. So verlor der Fluss viele seiner natürlichen Elemente.

Um bessere Lebensbedingungen für Fischotter, Eisvogel, Sumpfdotterblume und Flussregenpfeifer zu schaffen und den Fluss wieder gesunden zu lassen, begann der NABU 2005 mit der Renaturierung der Unteren Havel. Es ist das größte Flussrenaturierungsvorhaben in Europa und hat damit Vorbildcharakter.

Das Projektgebiet erstreckt sich auf etwa 19.000 Hektar und über rund 90 Stromkilometer Flusslänge, von Pritzerbe (Brandenburg) bis nach Gnevsdorf (Sachsen-Anhalt). Im Rahmen der Renaturierung wird der Fluss u. a. von Steinschüttungen entlastet, so dass er sich künftig wieder freier entwickeln kann. Alt- und Nebenarme werden revitalisiert und geben damit neuen Lebensraum für Fische, Amphibien und alle anderen an Wasser gebundene Arten. Die Havel wird strukturreicher, der natürliche Hochwasserschutz wird verbessert. Gleichzeitig bleibt die Wasserstraße sicher für den hier noch stattfindenden Fahrgast- und Freizeitverkehr befahrbar. 


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