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Günter Hübner

Günther Hübner wird 80 - Die VHS gratuliert!

Wie fühlt sich die runde Zahl für Sie an?
Ich freue mich, wenn Bekannte mich für viel jünger halten und es nicht wahr haben wollen, dass ich wirklich 80 Jahre alt werde. Meine Eigenwahrnehmung ist da eine andere …, die Zipperlein… der Zahn der Zeit hat seine Spuren hinterlassen. Lange Wanderungen sind leider nicht mehr möglich und auch Urlaubsflüge werde ich nicht mehr machen können. Eine harte Entscheidung, aber da mir die heimische Tierwelt schon immer sehr am Herzen lag, werde ich nur noch zum großen Teil mit dem Auto auf Fotopirsch sein. Aber auch dies soll kein Hinderungsgrund sein, schöne Fotos zu erlangen.

Wann und wie wurden Sie VHS-Dozent?
Im März 1993 habe ich meinen ersten Diavortrag in der Volkshochschule gehalten und gehöre seit dem zum festen Dozentenstamm. Angesprochen wurde ich von Frau Ilka Quast – wir kannten uns von der Bürgel-Oberschule. Schon als Biologielehrer habe ich Diareihen im Unterricht eingesetzt - Immer mit dem Ziel, meinen Zuhörern die Schönheit der heimischen Natur und Ihre Schutzbedürftigkeit zu vermitteln. Als aktives Mitglied im Naturschutzbund habe ich mich an Bestandszählungen beteiligt, besonders die Kraniche, Fischadler und Watvögel haben es mir hier angetan. So konnten wir nachweisen, dass bestimmte Arten von Watvögeln fast verschwunden sind und hoffen nun auf die fördernden Maßnahmen der Renaturierung der Havel.

Was ist Ihnen an der VHS wichtig / gefällt Ihnen hier besonders?
Durch meinen regelmäßigen Einsatz mit 2 Vorträgen im Semester hielt ich die neuesten Lichtbildervorträge immer zuerst in der Volkshochschule. Waren es anfangs auch nicht so viele Zuhörer ( „Ab 4 Teilnehmer spielt der Landfilm..“), denn in den 90ern Jahren wollten alle in das Ausland, alles selber sehen und je spektakulärer, umso besser. Ende der 90er Jahre besannen sich viele wieder auf die heimische Natur und die Zuhörerzahlen entwickelten sich auf eine stabile Zahl von 12 – 18 Zuhörern. Natürlich fotografierte ich anfangs analog und zeigte entsprechend Farbdiavorträge. Angesteckt durch meine Ehefrau Gudrun begann ich im Januar 2007 auch mit der digitalen Fotografie. Eigentlich wollte ich nie mit dem Computer arbeiten, aber die Bilder zu bearbeiten und mit Power Point meine Vorträge zu gestalten, reizte mich dann doch sehr. Laptop und Beamer wurden angeschafft und dann ging es los...

Wie wurde die Fotografie zur Besessenheit?
Ich bin in Grüneberg am See aufgewachsen und stromerte schon als Junge – begleitet von unserem Dackel Purzel – durch den Wald und interessierte mich für die dortigen Tiere und die Wasservogelwelt am See. Was sind das für Vögel – wie heißen sie? Die Neugier war geweckt. Bestimmungsbücher gab es zu dieser Zeit kaum, aber als Autodidakt konnte ich Vogelstimmen gut hören und auch unterscheiden. Angeregt durch die ersten Erfolge begeisterte ich mich zunehmend für die Ornithologie und mein Berufswunsch, Biologielehrer zu werden, war damit geweckt. Ich studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und wurde Gymnasiallehrer für Biologie und Chemie. Das Thema meiner Examensarbeit war „Die Balz der Großtrappe“, zu der eine Vielzahl an Verhaltensfotos im Freiland entstand. Von Anfang an interessierte ich mich für Tierbücher, insbesondere solche über Vögel. Dabei fielen mir besonders die Bildbände des Tierfotografen Helmut Drechsler auf. Das Buch „Die Kraniche vom Weißen Lug“ (1951) hatte eine solche nachhaltige Wirkung, dass damals offensichtlich die Begeisterung für die Kraniche geweckt wurde und die Idee entstand in ähnlicher Weise die Natur mit der Kamera zu erforschen. Weitere berühmte Vorbilder waren Heinz Sielmann und Prof. Bernhard Grzimek, die dann später in ihren Fernsehsendungen nicht nur über einheimische Tiere berichteten, sondern auch die Fauna der ganzen Welt vorstellten. Sicher sind dadurch Sehnsüchte geweckt worden auch Vertreter der tropischen Tierwelt kennenzulernen und – wenn möglich – zu fotografieren. Die politischen Verhältnisse in Deutschland sorgten dafür, dass dies erst nach der Wende verwirklicht werden konnte. Im Jahre 1994 besuchte ich zusammen mit einem Studienfreund einige Nationalparks in Kenia und Tansania. Vier Lichtbildervorträge für die VHS waren der fotografische Niederschlag dieser schon lange ersehnten Exkursionen. 2001 erlebte ich die Welt des Pantanals in Brasilien, wo besonders Hyazinth-Aras und Brillenkaimane die Hauptmotive waren. Schließlich lernte ich 2005 Natur und Kultur einiger indischer Bundesstaten kennen, wobei der Besuch des Bandhavgarh-Nationalparks einmalige Tigerbeobachtungen ermöglichte. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften, Kalendern und Büchern sowie die Mitautorenschaft am Bildband „Tiere vor der Kamera“ legen Zeugnis von meinem intensiv und erfolgreich betriebenen Hobby ab.

Mein Geburtstagswunsch:….
Als Ehepaar möchten wir lange gesund bleiben, denn wir sind immer im Team unterwegs und sind nur als Doppelpack zu haben. Wir hoffen, dass wir von weiteren gesundheitlichen Einschränkungen lange verschont bleiben. Einen Wunsch werde ich mir schon dieses Jahr erfüllen. Wir werden in Leipzig das Gondwanaland mit der 16.500 Quadratmeter großen Riesentropenhalle mit 100 Tierarten sowie vielen tropischen Pflanzen im Zoo Leipzig besuchen und auch viele Fotos machen und natürlich diese in der Volkshochschule sehr gern präsentieren.